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Abgeordneter aus Berufung

Veröffentlicht am 13.05.2026 in Landespolitik

Hans-Peter Storz verabschiedet sich aus der Landespolitik


Zehn Jahre lang, von 2011 bis 2016 und 2021 bis 2026 gehörte Hans-Peter Storz dem Landtag von Baden-Württemberg an. Nun nahm er in einer Feier mit persönlichen und politischen Weggefährten Abschied von der Landespolitik. In seinem persönlichen Rückblick auf drei Landtagskandidaturen und der zweimaligen Wahl ins Parlament rief er politische Erfolge und schmerzhafte Niederlagen, skurrile und schöne Begegnungen in Erinnerung. Storz zeigte auch am Abschiedsabend warum er ein besonderer Politiker war: Interessiert am Menschen und angetrieben vom Willen, das Leben der Bürgerinnen und Bürger vor Ort zu verbessern. Er bezeichnete es als besondere Ehre, die Region im Landtag vertreten zu dürfen.

Bei vielen Veranstaltungen brachte Storz nicht nur sein Grußwort, sondern auch seine Gitarre mit. Das ein oder andere bekannte Musikstück hat er dabei mit einem eigenen Text versehen. So auch am Abschiedsabend: Aus einem Song Reinhard Meys wurde seine Abschiedshymne: „Ich bin Abgeordneter von Beruf“. Mit viel Selbstironie nahm er die Zuhörerinnen und Zuhörer in seinen Politiker-Alltag mit.
Was bleibt von zwei Wahlperioden und zehn Jahren Tätigkeit im Landesparlament: Zumindest viel Papier: Fünf dicke Bücher mit Hans-Peter Storz Anträgen, kleinen Anfragen und den Protokollen der Landtagsreden brachte Dr. Weirauch, der stellvertretende Vorsitzende der kleiner gewordenen SPD-Landtagsfraktion von Stuttgart mit nach Singen. Aus 134 Abgeordnetenanträgen wurden Themen der Fachausschüsse für Verkehr oder für den ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Konkretes Fragen, hartnäckiges Nachbohren und sich nicht mit ausweichenden Antworten zufrieden geben, mache Parlamentsarbeit in der Opposition aus.
Nicht immer sieht man Erfolge sofort: So verwies Boris Weirauch auf Hans-Peter Storz dauerhaftes Engagement für den Ausbau der Gäubahn. Dieser sei zwar noch lange nicht gesichert, doch Storz habe wesentlich dazu beigetragen, dass der Focus auf den südlichen Abschnitt gerichtet werden müsse. „Stets gut gelaunt, zugewandt und kompetent“ beschreiben Abgeordnetenkolleginnen und -kollegen im Landtag die Zusammenarbeit mit Storz.
Dr. Lina Seitzl, SPD-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete bedankte sich für die enge Zusammenarbeit und lobte die Präsenz von Storz im Wahlkreis: „Überall, wo ich hingekommen bin, war Hans-Peter schon da,“ Mit einem Bürgerbüro in einem ehemaligen Ladengeschäft setzte Storz Maßstäbe. Hinter großflächigen Schaufenstern gab es keine Geheimnisse, sondern die Tätigkeit des Landtagsabgeordneten und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war offen und transparent.
Den Einsatz für den Landkreis und die Stadt Singen hoben Landrat Zeno Danner und Singens Oberbürgermeister Bernd Häusler hervor. Mit Storz hätte die kommunale Familie einen verlässlichen Sachwalter in Stuttgart gehabt, der wusste, welche Themen vor Ort anstanden und für deren Lösung die Hilfe des Landes zwingend erforderlich waren. Für Storz war die kommunale Verankerung im Gemeinderat und Kreistag daher wichtig, um das Mandat gut auszuüben. Und umgekehrt hatte die SPD im Singener Gemeinderat viele Vorteile vom Abgeordneten in ihren Reihen, berichteten die SPD-Stadträte Walafried Schrott und Regina Brüsch.
Wie ändert sich das Familienleben, wenn der Papa über Nacht zum Politiker und damit zur öffentlichen Person wird? Seine Frau Sandra und die Kinder Lena und Felix brachten dies in sehr persönlichen Redebeiträgen zum Ausdruck. Wahlkampfhilfe gehörte selbstverständlich dazu. Plakate kleben und aufhängen, früh morgens Prospekte verteilen oder Hunderte von Schokoladen-Nikoläusen auf Grußkarten aufkleben. Die wichtigste und mitunter auch schmerzhafte Veränderung jedoch: Angehörige von Abgeordneten werden ebenfalls zu öffentlichen Personen. Gerade für Kinder in der Pubertät war das nicht einfach. Sie werden unverhofft auf politische Themen angesprochen und das oft nicht gerade freundlich. 
Storz würdigte zwei Sozialdemokraten, die ihn als politischen Quereinsteiger im Jahr 2010 zur ersten Kandidatur im Landtag ermunterten: Dietmar Johann und Bernd Karcher, beide mittlerweile verstorben. Erst ein Jahr zuvor war er in den Singener Gemeinderat gewählt worden und Mitglied der SPD wurde er erst später. Einen gewissen Blick von außen konnte sich Storz während seiner ganzen Zeit im Parlament bewahren. Er bedankte sich bei seinen ausscheidenden Team-Mitgliedern Giuliana Ioannidis, Carmen Haberland, Philipp Revin und Winfried Kropp. Diese hätten seine Ideen und Initiativen mit Umsicht und Sachkunde umgesetzt und waren deshalb unverzichtbar.

 

 

Homepage Hans-Peter Storz, SPD-Landtagsabgeordneter für Singen, Hegau, Stockach

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